Kielwasser
Die Geschichte unserer Welt.
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Was andere über die Blogtexte von Kielwasser sagen: Kielwasser ist ein persönlicher Logbuch-Blog zwischen Meer, Technik und Innenwelt. In poetisch-erdiger Sprache erzählen die Autor:innen vom Leben auf ihrem Segelschiff – einem Ort zwischen Autarkie, Naturgewalten und tiefem Innehalten. Die Texte laden dazu ein, langsamer zu werden, genauer hinzusehen und mit dem Leben in Kontakt zu treten, dort wo es still, rau und lebendig zugleich ist.
Die aktuellen Beiträge bekommst du direkt in dein Postfach. Diese Seite ist sozusagen das Archiv dieser Mails.
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Gemälde am Himmel
Grosse, bunte Lebensbilder in Gesprächen malen – die Energie vom Zusammensein. Regen – die Tropfen klöpfeln an Deck, aufs Wasser und rufen verschiedene sanfte Geräusche vom Wasserfall des Himmels hervor. Sie fallen an diesem Donnerstag sehr besonders auf. Schon sehr…
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Was beim Müll entsorgen alles passieren kann und über geodätische Kuppeln
Wie verhält man sich, wenn man durch die Welt spaziert und alles zum ersten Mal sehen würde? Wie verhält man sich, wenn man durch die Welt spaziert und alles zum ersten Mal sehen würde? Also ich (Julia) weiss es nicht und…
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Am Ende der Welt
Da, wo die Häuser mit Drahtseilen in allen Ecken mit dem Boden verzurrt sind. Während ich diese Zeile schreibe, ist die Sonne gerade untergegangen, der ganze Horizont ist rot, blau eingefärbt – bis auf die Lofoten, die sind vor einem…
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Der Duft von Frühling
Orte und ihre Gespräche und woher kommt eigentlich der Tagesrhythmus? Am Ende eines kleinen Nebenfjords erleben wir frühlingshafte Temperaturen. Gleich am Morgen nach unserer Ankunft fällt es auf, dass es im Pullover ganz ohne Jacke an Deck angenehm ist. Das…
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Kein Morgen wie aus dem Bilderbuch – oder eben doch?
Mal eben ein paar Tonnen drauf gestellt und strahlend wie eh und je. Es regnet und die Tropfen sind leise zu hören, wie sie aufs Deck fallen. Es ist der Morgen vor unserem potentiellen Trockenfall-Manöver. Viel Nerven hat die Entscheidung,…
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Die Hebebühne der Natur – Trockenfallen
Was alles wieder zum Vorschein kommt „Manchmal vergisst man schon fast, was für eine Arbeit dahinter steckt.“ So Davids Worte während er gerade die Wand- und Deckenverkleidung neben dem Niedergang abmontiert. Hinter diesen Verkleidungen sind nun Entlüftungsrohre und diverse Kabel…
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Sommergefühle in den Lofoten, wo der Schnee noch unweit entfernt liegt.
Über die Unberechenbarkeit der Fallböen – wenn Wind und Berge miteinander spielen – und über die wohl unpassendste Pier für Aroha, an der wir jemals angelegt haben. „Was willst du hören?“ Ein paar Sekunden später kommt Musik aus dem Lautsprecher,…
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Über dem Polarkreis
Nachts wandert das Rot des Sonnenuntergangs am Horizont von West nach Ost. Die 44 Tage autark im Winter liegen nun schon eine Zeit zurück. Es hat uns Freude bereitet euch über Text und Bilder in unser Erleben mitzunehmen und so…
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44 Tage autark #44: Sonne, Eis und Glaube
Der 44. Tag autark ist nun Erinnerung. Das Erleben der 44 Tage ist nun kein Glaube mehr, sondern es ist in Realität erfahren. Es gibt Tage, da liegt die Vorstellung und die Realität nicht beisammen. Im Erleben wird dies umso…
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44 Tage autark #43: Die Hektik der Zeit reist in unseren Köpfen
Die verschluckende Mystik des gegenwärtigen Erfahrens auf alten, zeitlosen Wegen. Eine Wanderung zum Gipfel der Insel schwebt uns heute vor. Mit 1.5l Tee und Pistazien im Rucksack paddeln wir mit dem Beiboot an den schönen Anlegesteg vom Ferienhaus. Unsere Hände…
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44 Tage autark #42: Aroha – unser Zuhause
Komplexe und gemütliche 24m2 Wohnfläche Warm leuchtet das Licht durch die grossen Salonfenster. An Deck ist es absolut still, am Ufer plätschert ein Bächlein. Das Wasser ist wie ein Spiegel. Eine Weile lausche ich dieser Kulisse, dann spüre ich die…
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44 Tage autark #41: Nach den Böen folgt die Kreativität
Ein innerlich äusserst reicher Tag. Wir liegen schon im Bett, haben den Ofen aus aufgrund der Windvorhersagen und das heisse Wasser ist in der Thermosflasche bereit für morgen früh. Im Übergang von Wach und Schlaf heult plötzlich das Rigg, das…
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44 Tage autark #40: Dunkelheit und Licht
Das faszinierende Wechselspiel von Dunkelheit und Licht. Der Blick nach dem Aufstehen in die Teigschüssel zeigt einen gut aufgegangen Teigling. Er ist seit 36h am Aufgehen. Ein Teig aus 500g frisch gemahlenem Dinkelkorn und 300g Weizen, Salz, Wasser und unserem…
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44 Tage autark #39: Der richtige Ort
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Wurzeln geben eine enorme Standfestigkeit, jedoch nur auf geeignetem Untergrund. Leben spielt sich unterschiedlich an verschiedenen Orten. Vorhersagen bis 70kn in Orkanstärke sind jetzt prognostiziert in jener Region, wo wir vor einer Woche segelten….
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44 Tage autark #38: Gewohnheiten
In der Hängematte zu liegen ist schöner als an die Finger zu frieren. Pünktlich als der Anker gelichtet ist und wir Kurs auf die Ausfahrt der Bucht nehmen, beginnt das Rettungsboot rückwärts von der Insel abzulegen. Als ob dies nicht…
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44 Tage autark #37: Die raue Schönheit
Die raue Schönheit von Wasser und Land im Übergang. Der morgendliche Blick in die Vorhersagen für den heutigen Tag ist positiv. Etwas mehr Wind und keine wesentlich höhere Welle. Im Morgengrauen lichten wir den Anker, die Fahrt geht vorbei an…
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44 Tage autark #36: Letzte Etappe vor dem Kapp
Ein sicherer Ort für die kommenden Stürme, vor oder nach dem Kapp? Die Frage, wann wir das „Westkapp“ Stadlandet umrunden, steht heute vor der Abfahrt auch wieder im Raum. Falls wir es nicht umrunden, würden wir uns in einem der…
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44 Tage autark #35: Schuhe der Grenzpolizei gehören nicht ins Boot.
Eine skurrile Begegnung an diesem einsamen Ort. Um 8.30Uhr klingelt der Wecker und reisst einem aus dem wohligen Tiefschlaf. Müde stehe ich auf und beginne Tee zu kochen. Da ruft David aus der Koje „ich glaube, wir segeln heute nicht…
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44 Tage autark #34: Kargheit
Spiel der Wellen und Felsen, weisser Schaum im dunklen Meer. Eine schroffe, karge Landschaft prägen die heutige Segeletappe. Wälder sind kaum mehr zu sehen, auch Büsche oder grüne Wiesen sucht man vergebens. Fels und gelbgoldenes Gras sind vorherrschend, kaum ein…
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44 Tage autark #33: Im Hexenkessel
Sturm mit über 44 Knoten, Fallböen und extreme Düseneffekte. Kaum aus der Bucht stehen auch schon 30kn auf der Windanzeige. Wir setzen das Gross im 2. Reff gefolgt vom Klüver.Und schon saust die Aroha munter los. Jedoch muss ständig etwas…
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44 Tage autark #32: Der selbe Mond
Mondschein – Der selbe Mond von unterschiedlichen Orten der Welt. Eine geräuschvolle Nacht erleben wir im nächtlichen Sturm. Julias Badehose ist sicher verstaut nach dem gestrigen Sonnenuntergangsbad. So stören immerhin keine Sorgen um die Badehose den Schlaf.Wenige Meter über unserem…
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44 Tage autark #31: Ein sicherer Ankerpunkt für die Entdeckung neuer Gewässer
Segeln als Lernfeld von körperlichen und mentalen Herausforderungen. Heute spüre ich (Julia) eine Müdigkeit vor allem in den Beinen. Während dem Segeln ist der Körper permanent am Ausbalancieren, ob im Sitzen oder im Stehen. Dafür haben wir auch unsere Hängematte,…
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44 Tage autark #30: Rasant unterwegs
Mit viel Wind und vollem Tuch an Bergen vorbei richtung Norden. Der Nebel hängt in den Bäumen. Laut knatternd startet der raue Motor eines kleinen Fischerbootes am Ufer. Ein orange gekleideter Mann fährt in seinem weissen Boot zu seinen Krabbenkörben….
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44 Tage autark #29: Seltsames Fischereizubehör
Unser Milchprodukte-Regal leert sich langsam und der Wind trägt uns in den Norden. Die ersten Lichtstrahlen zeigen die Insel vor uns in einem ganz neuen Kleid. Ohne Schnee, der braun-grüne Waldboden kommt zum Vorschein. Wir legen ab und fahren langsam…
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44 Tage autark #28: nächtlicher Sturm
Was man in einem nächtlichen Sturm so denkt. Für die heutige Nacht sind 30-40kn angesagt. Der Wind steht direkt auf das Heck der Aroha und so wird uns wohl eine geräuschvolle Nacht bevorstehen. Der Windgenerator heult, die Aroha wiegt sich…
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44 Tage autark #27: Wer sucht seine Lampe in der Uferböschung?
Die weisse Präsenz neben der Linse und der Anfang einer Lampe. Beim Korrekturlesen des letzten Beitrages ist aufgefallen, dass wahrscheinlich die wenigsten von euch eine Lampe in der Uferböschung suchen würden und dies vielleicht der Erklärung bedarf.In Arohas Innenleben sind…
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44 Tage autark #26: Die Anemonen
Leuchtend – rot in der winterlichen Landschaft und die Suche nach einer Lampe. Ein roter Punkt ist am Steg ca. 20 cm unter der Wasserlinie. An diesem Tag leuchtet er scheinbar besonders rot, er zieht förmlich die Aufmerksamkeit auf sich….
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44 Tage autark #25: Ruhe
Wasser verbindet, belebt und lebt. Die Ruhe der schönen Wintertage. Die Ruhe im Winter. Wir erfahren hier den Winter als Zeit des Rückzuges, der inneren Ruhe. Bäume und Pflanzen sind in sich zurückgezogen, wie ein Ruhen in sich selbst. Die…
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44 Tage autark #24: Der Drang des Erklärens
Die Schublade des Unerklärlichen entsteht erst durch das Erklären. (Traum) Ein grosses Kommen und Gehen von vielen Menschen und berührend-lustige Begegnungen finden in bunten Räumen statt (von pink bis dunkelgrün ist alles dabei). Mittendrin steht die Aroha an Land und…
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44 Tage autark #23: Was liegt unter der Schneedecke? Eine neue Insel
Man kann nie wissen, woraus ein Untergrund besteht und was somit dein Standpunkt ist. Unter dem Schnee kann sich alles mögliche verbergen. Felsen, Löcher, Wasser oder auch nur eine saftige, weiche Moorpfütze. Bereits in der Nacht sehen wir aus den…
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44 Tage autark #22: vereiste Knoten
Der Sinn der Worte liegt stets beim Auswerten des Hörers. Die morgendlichen Vorbereitungen zum Ablegen gehen gut voran, kommen jedoch bei der Vereisung ins stocken. Nach dem Zubereiten des Frühstücks, das wir unterwegs essen werden, und die Abdeckungen draussen bereits…
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44 Tage autark #21: Anders als gedacht
Schneefall und Wellnessoase bei eisig-windigen Bedingungen. Die Badeplattform wird zur Wellnessoase bei 0 Grad und Wind. Heute gibt es (für Julia) ein Bad inklusive anschliessender Warmwasser Dusche auf dem Heck in Form eines Kruges mit Warmwasser. Dies während David Starlink…
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44 Tage autark #20: Es entsteht, was entsteht
Von der Idee bis zur Fertigstellung – Der Schiffsbau und Wassermühlen Die Temperaturen sind wieder in den positiven Bereich gewandert, es tropft vom Mast und von den Bäumen.Wir wandern den schmalen Pfad dem Bächlein entlang. Im Rucksack befindet sich eine…
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44 Tage autark #19: Rundumblick
Über den Umzug von Äpfeln und Gemüse und der Blick ans gegenüberliegende Ufer. Eine aussergewöhnliche Häuserreihe liegt am anderen Ufer der Bucht. Aussergewöhnlich grosse und bunte Bootshäuser. Während wir über die rutschende Brücke vom Schwimmsteg an Land gelangen, haben wir…
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44 Tage autark #18: Geh mit dem, was ist
Geh mit dem, was ist.Es ist schöner sich am Schnee zu erfreuen, als Schnee und Eis vom Schiff zu kratzen. Es ist ruhig nur der Schnee knirscht unter den Schuhen. Eine Stille, die der Schnee über die Landschaft legt. Da…
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44 Tage autark #17: Verletzlichkeit
Die Verletzlichkeit des Lebens. Das Eis schliesst uns ein. Es kratzt und scharrt am Rumpf im Morgengrau. Der Blick durch die Fenster im Heck auf die scheinbare Wasseroberfläche lässt durch die verschlafenen Augen erkennen, dass diese Wasseroberfläche anders aussieht als…
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44 Tage autark #16: Gemeinschaft zum Neujahrsmorgen
5 Frauen lachen, reden und baden und zusammen mit der Sonne bringen sie Leben in dieses frische Jahr. Es lacht und redet laut auf dem Steg. Der Blick durch das Salonfenster zeigt, dass der Ursprung dessen von 5 älteren Frauen…
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44 Tage autark #15: Die Ziele im Eis
Das Ziel des Nordens liegt in der Gegenwärtigkeit. Zuerst tanzen die Schneeflocken, dann fällt prasselnder Regen und zum Schluss legt sich eine Eisschicht über Aroha.Ursprünglich wollten wir an diesem Tag weiter in den Norden segeln. Doch wegen dem angekündigten Niederschlag…
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44 Tage autark #14: Im Trinkwasser wird nicht gebadet.
Im Trinkwasser wird nicht gebadet.Und unter dem Felssturz wird nicht gewandert. Die Wanderung steht unter dem Element Wasser. Wasser auf dem Weg, Wasser in Form von Bächen und Seen, Wasserenergie in Form von verlassenen Wassermühlen.Erstaunt lesen wir an einem Stausee…
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44 Tage autark #13: im Reich der übergrossen Gegenstände
Wanderwege und gigantische Gegenstände entdecken. Morgens sitze ich (Julia) im Salon, trinke Tee, schreibe einen Text und mein Blick schweift immer wieder durch die Salonfenster ans Ufer. Ein Spaziergänger mit Hund läuft in die vermeintliche Sackgasse, aber ich sehe ihn…
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44 Tage autark #12: von der Technik zur Kulinarik
Von der Technik in einer Blauwasseryacht bis zur Kulinarik. Ein sehr dunkler Tag. Tatsächlich haben wir auch mittags noch das Gefühl es ist Dämmerungszeit. Der Regen und der Niesel wechseln sich ab, ununterbrochen fällt Feuchtigkeit vom Himmel.Solche Tage sind wirklich…
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44 Tage autark #11: Die weiss schäumende Gischt in der Brandung
Über die Brandung zum Nordseegeschaukel und ein Resultat abends im Ofen. Wieder ging es früh los. Das Frühstück wartet unter dem Deckshaus, während die Ankerwinsche die 80m Kette vom Grund zieht und säuberlich in den Ankerschrank verstaut und ein paar…
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44 Tage autark #10: Hochspannungsleitungen
Weisst du, wie sich Hochspannungsleitungen anhören? Dieses geladene, nervöse Surren und Rauschen, das anscheinend auch abhängig von Luftfeuchtigkeit oder Niesel ist. Es ist ein unangenehmes Gefühl mit dem Aluminiummasten des eigenen Segelschiffes wenige Meter unter dieser Hochspannung zu stehen.Die Einfahrt…
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44 Tage autark #9: Vorbereitung
Welle, Wind und laut blöckende Schafe in der Tropennacht. Müde Glieder schaukeln Richtung Norden. Es lacht und redet noch lange im Heck des Schiffes. Es ist warm, viel zu warm. Irgendwann stehe ich (David) auf, und drehe den Ofen runter…
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44 Tage autark #8: Der Stern am Nachbarshügel
Nach 7 Tagen Liegezeit lässt der Wind ein Zeitfenster beginnend an Heilig Abend für die Fahrt Richtung Norden. Die letzte Leine wird an Deck gezogen.Von den angesagten bis zu 30kn ist nicht viel zu merken. Das selbe Spiel Landleinen lösen,…
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44 Tage autark #7: phänomenale Stimmung
Ein Tag mit phänomenaler Stimmung und Projekte finden ihren Abschluss. Die Sonne scheint und zusammen mit dem Wind trocknet sie die Sachen, die von der „Wasserwanderung“ noch nass waren. Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell Sachen im Wind trocknen,…
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44 Tage autark #6: Luft
Der Windgenerator vertont die Luft und Luft sucht den Weg aus dem Kühlkreislauf. Nach einer durchgeklatschten und windgehäuften Nacht, was der Windgenerator auch prächtig zur Vertonung brachte, ging es in einen grauen regnerischen Morgen.Geschickt fanden wir eine Pause zwischen den…
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44 Tage autark #5: Luft
Regen, Hagel und Wind am kürzesten Tag des Jahres. Tag ist etwas übertrieben, die wenigen Stunden der Helligkeit vergingen in ununterbrochenem Regen und seitlich anrollenden Winden.Motiviert trat ich (Julia) den Weg ins Wasser an, doch bereits auf dem Heck der…
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44 Tage autark #4: Ungeplantes hüfttiefes Kaltbaden
Die Füsse begraben ihre Hoffnung trocken zu bleiben. Wir verlassen das Schiff. Unser Plan ist es die kleine Insel an der wir liegen zu fuss zu verlassen und auf der grösseren „Hufeiseninsel“, die uns beinahe umschliesst, zu wandern. Zwischen unserer…
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44 Tage autark #3: Im Kehrwasser des Windes
Im Kehrwasser des Windes. Gut geschützt hinter der Insel. Exakt hinter der Insel liegen wir bei unserem aktuellen Sturm (in den angekündigten Spitzen von 62kn, 11 Beaufort und 114km/h). Das Hochplateau und die Bäume fangen den Wind ab, was bei…
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44 Tage autark #2: Regen, Wind und müdes Gemüse
Fröhlich klatschen und knallen die Wellen an den Rumpf. In den Böen wiegt sich die Aroha sanft in den zahlreichen, straff verspannten Leinen.Geschichten von früher ziehen in die Gegenwart und nutzen diese wachen, nächtlichen Stunden um gesehen zu werden. Auffallend…
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44 Tage autark #1: Einkaufen, Verstauen und Wäsche waschen
Ausstecken des Stromkabels und lösen der Leinen im Gästehafen von Jorpeland. Nach drei Tagen im Hafen, die unter dem Motto Einkaufen, Verstauen, Wäsche waschen und Entfeuchten gestanden haben, machen wir uns auf den Weg für die nächsten 44 Tage. Es…
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Rückblick Juni
Die fantastische Erfahrungswelt einer Schiffswerft. Im Juni 2024 leben wir auf dem selbstgebauten Segelschiff, das an Land steht und über dessen Heck wir eine Leiter 3m hoch und runter klettern. Das Schiff wird immer wieder gerne angeschaut und angefasst von…
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Rückblick Mai
Stabiles schönes Wetter hält an bis wir in der Werft sind. Dann kommt unerwartet Regen und bringt unsere Pläne durcheinander. Wir segeln in weitere Fjorde und bereiten uns auf die nächsten Tage und Wochen an Land vor. Schon anfangs Mai…
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Rückblick April
Von tollem Segelwind bis tagelanger Flaute, Ankerplätzen mitten im Grünen bis moderne Stadthäfen, der April ist abwechslungsreich. Der letzte Schnee fällt anfangs April. Als er weg war, machen wir Aroha Segelfertig. David reinigt das Unterwasserschiff und wir schlagen die Vorsegel…
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Rückblick März
Die Sonnenstrahlen sind wieder wärmend und die Tage werden rasant länger. Wir geniessen die Zweisamkeit an Bord. Wir machen Spaziergänge zu unseren Lieblingsplätzen rund um Jelsa. Die Saison beginnt und erste Boote kommen nach Jelsa. Also machen wir Platz und…
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Rückblick Februar
Erste Anzeichen von Dieselpest, viel Schnee und ein wettertechnisch abwechslungsreicher Monat. Anfangs Februar liegt aussergewöhnlich viel Schnee, der über mehrere Tage liegen bleibt. Der restliche Monat war wettertechnisch durchmischt, von sonnigem, ruhigem bis regnerischem Wetter war alles dabei.Das Schiff hat…
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Rückblick Januar
Ich sehe etwas Schneeweisses, finde keine Worte, schaue weiter bis ich die Flosse sehe und erkenne, es ist ein Wal, der unter uns schwimmt. Wir sind nach unserem rund einwöchigen Weihnachts-Neujahrs-Ausflug auf dem Weg nach Jesla, unserem Winterhafen. Das Wasser…
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Wenn das Wasser nicht mehr abfliesst
Das Rigg singt, die Leinen an den Klampen knarzen und das Schiff schaukelt. Wie ein Tanz mit Wind und Welle, wobei die Welle am Ort, wo wir sind, eine untergeordnete Rolle spielt. Vollmond und der starke Westwind führen dazu, dass…
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Inspirierende Menschen
Manches zeigt sich im aussen offensichtlich, aber es gibt unzählige inspirierende Dinge, die sich in der Art und Weise unseres Seins ausdrücken. Wir liegen an einem öffentlichen Steg mit Abfalltrennsystem, Toilette und jede Menge Grillstellen und Tischen. Eines morgens legt…
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Stürmische Tage
Stürmischer Südwind war letzte Nacht erwartet. Wir haben daher gestern unsere Landleinen überprüft. Die Landleine in südlicher Richtung, die wohl die meisten Kräfte auffängt, haben wir nochmals rückgesichert mit einer Leine um einen weiteren Fels.Das letzte Bild zeigt einen kleinen…
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Was der Schiffsbau mit olympischem Kunstturnen gemeinsam hat.
Meine Freundin, Elena, hat mir das Kunstturnen näher gebracht und zwei Dinge haben mich besonders berührt. Der Wille in einem Menschen macht die unmöglichsten Dinge möglich. Wenn jemand sagt, deine Idee ist unmöglich, meint er wohl eher, ist dir bewusst,…
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Fels in der Brandung
Am letzten Tag machen wir einen Ausflug an die Westküste der Insel, da wo der stürmische Westwind an diesem Tag die Wellen an den Felsen zerschlägt. Die Busfahrt dort hin ist schon ein kleines Abenteuer. Eine Strasse auf der kreuzen…
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Unbewohnte Inseln – Exploring
Auf der Karte suchen wir uns die nächste Insel aus, die auf dem Satellitenbild nur locker bewaldet aussieht. Wir denken, wir können diese Insel erklimmen und auf die andere Seite, wo es lagunenähnlich aussieht, wandern. Während wir auf die Insel…
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Es ist, wie es ist, wie es ist. Und wir machen das Beste draus und haben eine super Zeit.
Manchmal machen Wind und Wetter einen Strich durch die geschmiedeten Pläne, manchmal sind es andere Faktoren. Wie auch immer, wir haben immer die Wahl, wie wir auf das Aussen reagieren. Und meine Freundin hatte Recht, wir werden eine phänomenale Zeit…
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Ankern mit Landleinen
Eine geschützte Bucht umgeben von drei waldigen Inseln. Ein Nachbarhaus in Sichtweite, keine weiteren Spuren von Zivilisation. Der Wind weht bei der Ankunft in die Bucht, perfekt um den Anker auszubringen, einzufahren und dann mit dem Beiboot die Landleinen ausbringen….
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Abend am Strand
Als ob wir uns abgesprochen hätten, hat der uns unbekannte Ruderer zum richtigen Moment den Strand „freigegeben“, den wir zum Kochen und Schnorcheln vorgesehen haben. Die Wasser- und Strandwelt bot viel zu entdecken. Kleine Garnelen, Krebse, Muscheln und ganz unterschiedliche…
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Sanfte Nordseewellen
Die Welle rollt an, hebt das Schiff, zieht weiter und es senkt sich wieder. Keine Regelmässigkeit, den sie kommt aus zwei Richtungen. Die Tage davor war es stürmisch, daher ist das Meer noch aufgewühlt. An der Küste klatscht die Welle…
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Aluperle – Auffrischer
Unser Rumpf hat einen Auffrischer erhalten. Bis es so weit war und bis wir den exakten Weg zum gewünschen Ergebnis gefunden haben, war es etwas anstrengend (siehe Bilder unten).Ein Projekt, das schon länger auf unserer Wunschliste stand. Jetzt im Havn…
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Über die Stille und unsere Pläne an Land
Letzter Morgen in der Natur für ein paar Wochen. Nichts ist zu hören ausser den Vogelstimmen im Wald. Vereinzelt ab 9Uhr einige menschliche Stimmen und das Plantschen, von zwei Schwimmern, die sich ins Wasser gleiten lassen. Ich lege mich aufs…
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Abwechslungsreich
Wo sind hier eigentlich die Menschen? Fragen wir uns als wir durchs Fernglas die Häuser im Wald beobachten. Locker verteilt zwischen Bäumen bilden sie eine Siedlung. Wenig Seemeilen später sehen wir einige Jugendliche auf dem Motorboot und am Steg angeln…
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Natur in Szene
Ein Spaziergang entlang der sanften, indirekten Beleuchtung, wie an einer Perlenschnur reihen die Laternen entlang des Weges. Einmal um die Insel Jørpelandsholmen. Bäume und Lastwagengrosse Felsbrocken sind in Lichtinstallationen kunstvoll in Szene gesetzt. Sie sind die Protagonisten auf dieser Insel….
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Nachts downwind aus dem Lysefjord
Geräusche am Kiel wecken uns kurz vor 3 Uhr nachts. Bis dort hin eine unruhige und kurze Nacht. Unruhige Krabbelwellen schaukeln das Boot und nur etwa 2h Schlaf erwischen wir. Wir legen ab, den mit diesen Geräuschen am Kiel, wäre…
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Mit Drohnenfliegern am gleichen Steg
Zwei Brüder empfangen uns vor zwei Wochen mit Bier und Drinks am Steg. Seit einem Monat hat der eine sein Segelboot und lernt gerade noch das Segeln. Er wolle es einmal ausprobieren und sehen, ob es etwas für ihn ist….
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Spaziergang um das Hafenbecken
Ein eisiger Wind steht im Hafen, die Sonne scheint und wir drehen eine Runde ums Hafenbecken von Jelsa. Im Vergleich zu vor zwei Wochen ist es deutlich wie die Wiesen und Wälder grün sind. Menschen sitzen im Cockpit ihrer Boote…
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Lange Nächte
Sonne, wenig Wind und die langen Abende sorgen für Sommerfeeling. Wir verbringen einen Tag an der Insel am öffentlichen Steg, beobachten Schulkinder beim Pedalofahren und Krabbenknacken und verspeisen und nehmen ein paar Schwimmzüge im frischen Meereswasser. Währenddessen ist unser gebeiztes…
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Segeln mit allem
Beim heutigen Segeltag begegnet uns Sonnenschein, Wolken und Mitten in der Regenfront unser Freund.
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Der Nebel im Dieselfilter und die Freiheit
Etwa 6 Wochen ist es her, als David im Schauglas einer der drei Dieselfilter ein feiner Nebel entdeckt hat. Daraufhin hat er den Tagestank aufgeschraubt und festgestellt, dass sich da unten am Boden ein brauner Film mit weichen Ansammlungen/Nebel befindet….
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Der andere Segler
Seit einer Woche liegt ein anders Segelboot am Steg, wo wir ursprünglich hinwollten. Wir ankern in der Bucht daneben und sind mit drei Landleinen verspannt. Es ist ungewöhnlich, dass wir andere Boote so lange am gleichen Ort (ausserhalb des Hafens)…
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Auf zu neuen Abenteuern
Wir füllen Batterien und den Wassertank bevor wir von unserem Gästeliegeplatz ablegen. Eine der Bojen, die uns über den Winter an Ort und Stelle gehalten hat, nutzen wir um Aroha elegant zur Hafenausfahrt zu drehen. Als wir aus dem Hafen…
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Die Geschenke der Nachbarn
Wir sind es nicht gewohnt, dass wir Nachbarn im Hafen bekommen. So sind wir erstaunt über das rege Kommen und Gehen an diesem schönen Tag, an dem die Norweger Ferien haben. Der erste Nachbar kommt am Mittag in einer Ruhe…
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Saison Start
Die Saison beginnt und wir geben ein paar Liegeplätze neben uns frei. Während wir über die Winterzeit längsseits an der Molen in Jelsa liegen durften, heisst es jetzt sich ordentlich in die Box zu legen. Immer mehr Boote sind im…
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Was für ein Mensch lebt in der Kälte auf dem Boot?
Ich möchte, wissen was für ein Mensch das ist. Was für ein Mensch lebt für Monate in einem Boot und das alleine im Winter bei Sturm, Kälte und Regen. Der Wind heult durch die Dunkelheit und gelegentlich steigt eine Welle…
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Der Nachttörn
Eine ganze Woche hat es gedauert bis der Wind endlich von östlicher Richtung kommt und wir der Südküste von Norwegen weiter Richtung Westen segeln können. In der Zwischenzeit ist auch das Getreide angekommen und wir haben die Zeit genutzt den…
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Faszination Begegnungen
Immer wieder während dem Projekt Schiffsbau und ganz besonders seit wir im September 2022 eingewassert haben, treten interessante Persönlichkeiten und spannende Lebensgeschichten in unser Leben. Nicht nur neue Menschen sondern auch neue Facetten an uns bekannten Freunden lernen wir kennen….
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Zwei Schreiner und Bootsbauer treffen sich
Es ist Juni und wir sind an der schwedischen Westküste, nahe der norwegischen Grenze und suchen einmal mehr eine Lieferadresse. Bis anhieb hat es mit den Supermärkten gut geklappt. Aber in dieser Gegend verweisen sie uns an ein privates „Postrestaurant“,…
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Ferienstimmung in der Ankerbucht
Vögel singen aus den Wäldern, Kinder lachen und plantschen am Sandstrand, auf den Veranden hört man Geräusche von Geschirr, manchmal ein Surren von Motorbooten. Es ist Ferienzeit in Norwegen. Ich sitze im Cockpit und beobachte das Treiben, die Sonne scheint…
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Der Traum der einsamen Insel
Weisse Strände, türkis Wasser und kein Mensch. Nach einem wilden Ritt unter Sturmbesegelung, viel Wind, Welle und Gegenströmung erreichen wir unseren Ankerplatz bei der Insel Anholt bei Sonnenuntergang.Langsam fahren wir gegen den weissen Sandstrand, die Insel ist ein Traum. Jedoch…
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Wem gehört die Yacht?
von der Idee zur Materie
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Der schwarze Tag
Ende November entdecken wir auf unserer Türschwelle zwei schwarze Wasserlachen. Es ist der beginn unseres „schwärzesten Tages“. Die Ursache der Wasserpfüzen ist schnell gefunden, wenn auch unvorstellbar. Es ist das Kondenswasser, dass bei der Verbrennung des Holzes an der Kaminkappe…
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ein Sechstel Jahr: Über spooky Inseln, Villenviertel und tierische Kulissen
Ein Sechstel Jahr wohnen wir zwischen Ochseninseln und Villas. Des öfteren fragen wir uns, wenn wir mit Flex und Schleifmaschine arbeiten, was das Gespräch der Gäste des Edelrestaurant wohl sein mag. Ob sie sich vom Lärm gestört fühlen? Ob sich…
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Anker auf nach 60 Tagen
Der neue Ankerplatz ist ausgesucht. Mit dem Beiboot erkunden wir ihn auf dem Weg zum Einkaufen in Flensburg. Wieder viele schöne Wohnhäuser am Ufer und einen Sandstrand mit Steg, der ins Meer hinausführt.Nach der Einkaufstour kommt das Gemüse und die…
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Und alle denken, wir haben eine fertige Yacht
Bei Telefongesprächen merken wir immer wieder, dass offenbar der Eindruck vorhanden ist, wir liegen auf dem Sonnendeck und lesen Bücher. Dass da noch einiges ansteht, bevor es kalt werden kann, können sich nur die wenigsten vorstellen. Wie auch, es ist…
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Der Alltag auf der schwimmenden Aroha-Werft
Der Alltag kehrt ein: Ein Alltag wie Zuhause, die Aroha-Werft hat sich aufs Wasser verschoben. Das ermöglicht uns einerseits viele neue Erfahrungen und Eindrücke zu sammeln und unsere Freizeit auf dem Wasser und am Ufer zu geniessen. Andererseits gestaltet sich…
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Mitten in der Naturgewalt
Alles ist sicher gepolstert und verstaut, mehrere Ankeralarm-Apps überwachen unsere Position und wir haben etwas vorgekocht. Der Sturm baut sich am Nachmittag auf. David entfernt den Bolzen aus dem Kutterstag, ich (Stefanie) behandle das Alu mit einem Pflegeöl, wir gehen also…
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Erster Sturm in Sicht
Kaum recht am Ankerplatz angekommen, ist der erste Sturm in der Vorhersage ersichtlich. Bis zu 42Knoten (ein Knoten entspricht 1’852m pro Stunde) sind angesagt, bei einem Wettermodell sogar 46Knoten. Das setzt uns erneut unter Druck. Denn Aroha ist zu diesem…
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Perspektivenwechsel – Erster Landgang
Nach einer Woche vor Anker zu zweit auf dem Boot wird es Zeit unsere kleine Insel 14.7m mal 4m zu verlassen. Wir steigen ins Beiboot und bevor es Richtung Land geht, drehen wir ein paar Runden um Aroha. Schliesslich haben…
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Erste Nacht vor Anker
Abends allein im Boot, die erste Nacht vor Anker. Die ganze Anspannung fällt weg. An den Tagen am Werftsteg sind wir uns abhängig vorgekommen, jeder Tag kostet Liegegebühr und vor allem der Druck, den Kransteg bald verlassen zu müssen und…
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Freie Fahrt
Freie Fahrt gerade aus, der Blick Richtung offenes Meer, links und rechts Stege, eine leichte Brise im Gesicht. Das sind die Bedingungen für die erste Hafenausfahrt und unser drittes Hafenmanöver unter Motor. Die Aufregung ist gross. Letzte Lebensmittel werden durch…
